#43 Johannes Schlörb: Tempolimits, Energiewender und spießige Schülerdemonstranten

Johannes Schlörb und Guido Bellberg über Tempolimits, Non-Player-Character, uninformierte Energiekrieger, japanische Autos, ostdeutsche Autobahnen und langsame Volvos. Auch im Programm: Sozialistische VerkehrswenderInnen, Leihfahräder und die Hoffnung, dass – wenn erst einmal alle Autos auf 100 km/h eingebremst sind – sich die Menschen endlich Elektroautos kaufen. 

Außerdem: Der Sondermüll der Energiewende und Europäer, die sich über deutschen Strom freuen.

2 Antworten auf „#43 Johannes Schlörb: Tempolimits, Energiewender und spießige Schülerdemonstranten“

  1. guter podcast!

    Hier mal einige Punkte von meiner Seite:

    Ich habe mich in den letzten Jahren hauptsächlich mit der Physik
    beschäftigt, die hinter der Klimaforschung steht, beschäftigt.
    Das ist jetzt schwer zu erklären, aber im Grunde ist Alles was
    man in der Schule gelernt hat und Alles was in Zeitungen steht
    schlichtweg physikalisch falsch.

    Das betrifft sowohl die ‘Skeptiker’, als auch die normale Wissenschaft.

    Unter den Wissenschaftlern, gibt es verschiedene Typen.

    Ein Typ konzentriert sich auf die reine Wissenschaft, wie z.B.
    das Hamburger Max Planck Institut.
    Andere Typen stellen soz. die ‘offizielle’ Wissenschaft dar
    und dann gibt es noch den Aktivistentyp wie das Potsdamer Institut.

    Für die Medien gilt ‘if it bleeds it leads’.
    Dadurch gibt es verschiedene Mechanismen die sich aufschaukeln.
    Sensationalistische Studienergebnisse werden auch eher von den Medien aufgegriffen. Meist sind diese Artikel aber einfach
    schlicht falsch und geben dann auch den Studieninhalt nicht wieder bzw. ordnen falsch ein.

    Was die Energiewende in Deutschland anbelangt, so gibt es ja das Argument, dass Deutschland Vorbild sein müßte.
    Deutschland gilt aber mittlerweile als internationales Beispiel,
    wie man scheitert.

    Ich komme daher zu den gleichen Schlüssen, wie sie im podcast
    besprochen wurden.

    Bsp. Windkraft:

    Deutschland hat jetzt 29000 Windräder, diese liefern ca. 100 TWh / a.
    Für den Plan bis 2050 müßte das ca. verdreifacht werden.

    Also grob 100.000 Windräder.
    Wie man gesehen hat, ist aber jetzt eine Herstellerfirma Senvion insolvent.
    Es gehen also die Geldgeber jetzt schon aus.

    Aber man kann sich vorstellen, dass irgendwann die Proteste gegen neue WKA immer mehr zunehmen, die besten Standorte bereits bebaut sind.

    Da die WKA nur eine Lebensdauer von 20 Jahren haben, muss man dann irgendwann neue zubauen und nochmal soviele Alte ersetzen.

    Und es gibt halt keine ‘Erneuerbaren’, also auch für Windkraft bezahlt man einen Preis was Resourcenverbrauch, Umweltschäden usw.. anbelangt.

    Das wird halt Alles momentan wegignoriert.

    Jedenfalls, mit diesen mindestens 3x sovielen WKA ist dann auch noch nichts erreicht, weil dann müßten irgendwann die Speicher hinzukommen und dann noch die Gaskraftwerke als Backup.
    (PV müßte ebenfalls vervierfacht werden.)

    Es ist also einfach so, dass ausser Wissenschafter die einen Interessenkonflikt haben, das keiner ernsthaft für realistisch halten kann.

    Global wäre es wegen des Resourcenverbrauch dann sowieso nicht durchführbar.

    Die deutschen Politiker haben allerdings nicht den Mut der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen, man hat sich in eine Sackgasse manövriert.

    Siemens und die Industrie fühlt sich auch nicht berufen Rationalität und Logik an den Mann zu bringen.
    Siemens sagt, ok, wir bauen die Gaskraftwerke und bauen Oberleitungen für die Autobahn usw…

    Bsp.: Atomkraft

    Die noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland sind so ca. 30 Jahre alt und könnten vermutlich relativ einfach 10-15 Jahre verlängert werden. Die meisten deutschen Kraftwerke hatten 40 Jahre Laufzeitgenehmigung, international sind das aber 50-60 Jahre.

    Diese Kraftwerke lieferten 2018 70 TWh.

    Der Rückbau jetzt oder später ist auch schon egal.

    Egal was man macht, für die Brennstäbe muss man in Zukunft sowieso eine Lösung finden.

    Dafür würde es sich anbieten, Generation IV Kraftwerke zu verwenden.
    Bill Gates investiert in diese Generation Kraftwerke, die inherent sicher sind, also keine Kernschmelze stattfinden kann und die
    Atommüll aus alten Kernkraftwerken verarbeiten kann.

    Die USA haben bereits für 5.000-10.000 Jahre Brennstoff für diese neue Generation Kernkraftwerke rumliegen.

    Scott Adams, der Zeichner von Dilbert Comics bewirbt bereits
    den ‘GreenNuclearDeal’ und hilft beim framing, wie man das dann der Öffentlichkeit verkauft.

    Polen überlegt das deutsche Konzept des ‘dual fluid Reaktor’ zu bauen.

    Die Niederländer diskutieren auch schon die Möglichkeiten der Kernenergie der Zukunft.

    Russland betreibt einen Thorium Reaktor, also ein Konzept eines solchen Generation IV Blocks.

    Fazit:

    Deutschland müßte rational prüfen, ob man die Kernkraftwerke weiter betreiben kann und dann an Ort und Stelle dieser Kernkraftwerke einen neuen Block nach Generation IV bauen,
    mit dem dann die Brennstäbe aus den alten Kraftwerken weiterverwendet werden können.

    Auch wird es in Zukunft vielleicht eine Möglichkeit geben,
    wie der strahlende Müll, der dann einige hundert Jahre Reststrahlung hat abgebaut werden kann, dazu gibt es auch schon Ansätze.

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